Gesine Schwan zu Besuch in der MINT-Garage

Buch. „Die Bucher MINT-Garage ist ein Wunder! Es macht so viel Spaß, hier den Kindern zuzuschauen. Ich würde am liebsten meine beiden Enkelkinder zu Ihnen nach Buch schicken“, schwärmte die Berliner Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan am Dienstag bei ihrem Besuch der MINT-Garage in der Bucher Schule. Schwan, die zweimal bei der Wahl um das höchste politische Amt das Nachsehen hatte, besuchte Parteifreund Bürgermeister Franz Göbl (SPD), der dem prominenten Besuch elf Stationen der Bucher MINT-Garage vorstellte. Die MINT-Garage bietet Kindern und Jugendlichen optimale Möglichkeiten zum Forschen und Experimentieren. Dabei werden auf spielerische Art und Weise naturwissenschaftliche Zusammenhänge gelernt. Beim Besuch des Berliner Ehrengastes waren rund 60 Kinder und 15 Coaches in ihrem Element.

 

Der Schwerpunkt des Besuches von Gesine Schwan war der Rundgang durch die Schule mit Bürgermeister Franz Göbl, MdL Ruth Müller, Rektorin Eva Loher und dem Bucher MINT-Garagen-Organisator Dr. Tobias Metz.

Gesine Schwan traf überall auf begeisterte Kinder, wie auch bei der Station „Experimente rund ums Wasser“. Hierwaren mit den Erst-und Zweitklässlern schon die Jüngsten am Forschen. Sie probierten aus, welche Gegenstände schwimmen und welche nicht. Zudem konstruierten sie Flöße und testeten diese.

 Ein paar Meter traf Schwan im Physik- und Chemiesaal die Technikfreaks. Dort programmierten Jugendliche eifrig ihre Lego-Roboter. An der dort aufgebauten „Wettbewerbsmatte“ erfuhr Schwan von Veronika und Sebastian, dass sie zusammen mit drei anderen „Kollegen“ im Januar für die MINT-Garage an der First Lego League an der TU München in Garching teilnahmen. Sie erreichten den elften Platz.

Bei der nächsten Station waren die Kinder gerade dabei, mit dem Mikroskop zu arbeiteten. Natürlich schaute auch Gesine Schwan durch das Okular. Die Politikwissenschaftlerin sah dabei die chemische Reaktion eines Jod -Stärkenachweises an einer Kartoffel aus nächster Nähe.

Die Reise durchs Schulhaus wurde im PC-Raum fortgeführt, in dem ein 3D-Drucker in Betrieb genommen wurde. Bürgermeister Franz Göbl kommentierte, dass ein ähnlicher 3D-Drucker in der MINT-Garage schon von Jugendlichen selber zusammengebaut wurde. Göbl informierte den Ehrengast darüber, dass mit so einem 3D-Drucker die Schüler schon kleinere Planeten für den Planetenweg hergestellt haben, der ebenfalls im Rahmen der MINT-Garage entstehen soll.

Eine Tür weiter staunte Schwan über die Entwicklungsarbeit an einem Stratosphärenballon. Mit ihm soll es gelingen, in höheren Sphären Temperatur und Luftdruck messen zu können sowie Fotos aufzunehmen.
Nicht so hoch hinaus wollte man derweil im Werkraum. Dort erlebte Schwan den Bau eines Sonnenofens und das Löten von Elektronikbausätzen.

Hinter dem Werkraum ging es ins Reich von Mathematik-Professor Georg Ohmayer. Er liefert mit

seinem Mathematik-Kabinett mathematische Beiträge zur MINT-Garage. Er erklärte die Goldbachsche Vermutung: „Jede gerade Zahl, die größer als Zwei ist, ist die Summe zweier Primzahlen“. Die Kinder zeigten Schwan nun, was sie im Mathematik-Kabinett gelernt hatten und protokollierten die Körpergröße von Schwan im Dualzahlen-System.

Begeistert war der Ehrengast anschließend auch von der Station des gemeindlichen Hortes Tintenfass.

Hier experimentierten die Kinder mit Flüssigkeiten.

Natürlich zeigte man der Politikwissenschaftlerin stolz noch das erbaute schwimmende Fahrrad, die friedliche Drohne und den Planetenweg. Viele Planeten für diesen Weg sind bereits schon fertiggestellt, noch nicht endgültig geklärt ist, wo er aufgestellt werden soll.

Rektorin Eva Loher erklärte während des Rundganges, dass die MINT-Garage eigentlich eine außerschulische Veranstaltung ist, jedoch mit der Schule eng verzahnt ist. „Die MINT-Garage wirkt sich sehr positiv auf den Unterricht aus. Wir vertiefen die Themen im Unterricht, aber auch die MINT-Garage vertieft die im Unterricht behandelten Themen“, so die Schulleiterin. Zudem engagierten sich vier Lehrerinnen der Schule ehrenamtlich in der MINT-Garage.

Göbl betonte, dass die MINT-Garage aus Buch als bayernweite Modellgemeinde für demografiegerechte Entwicklung entstanden ist. Gründungsvater ist der bereits verstorbene Prof. Dr. Dr. Wilfried Huber.

Das Projekt startete im Februar 2014. „Die MINT Garage findet seitdem immer einmal im Monat am Samstag statt. Bis zu 80 Kinder kommen dann immer freiwillig in die Schule“, ergänzte Göbl. Diese Begeisterung sei das Markenzeichen.

So sah es auch die Abgeordnete Ruth Müller, „das Entscheidende ist der Idealismus. Der ist in Buch sehr hoch“. Schwan wunderte sich, dass das Projekt nicht schon öfters kopiert wurde. Göbl erwähnte, dass es landkreisweit schon Versuche gab und hinter dem Bucher Vorzeigeprojekt, das durch den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel im September 2015 höchste Ehre erfuhr, auch viele Sponsoren stecken, darunter die Gemeinde.

 

Gesine Schwan war von der MINT-Garage begeistert und trug sich anschließend in das Goldene Buch der Gemeinde ein.


Quelle: Landshuter Zeitung vom 03.08.2017; Textvorlage  und Bilder Rene Spanier

 

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