Ressourcenschutz - ein wichtiges Thema

Buch. Derzeit finden bundesweit die „Lightcycle Rohstoff-Wochen“ statt. Bei dieser Bildungsinitiative sollen Schüler zum Ressourcenschutz angeleitet werden. Am Donnerstag hielt Umweltpädagoge Michael Geisler von der Firma Geoscopia an der Bucher Schule ein Referat zur „Germanwatch Rohstoffexpedition“. Er öffnete den Schülern die Augen. Er zeigte auf, dass extreme Umweltverschmutzung und die Ausbeutung von Arbeitskräften eine häufige Begleiterscheinung der Rohstoffgewinnung sei. Er ermunterte die Zuhörer, sorgsam mit den Produkten umzugehen und sie am Ende dem Recycling zuzuführen. Geisler nahm aus Buch mit, dass hier schon vieles vorbildlich umgesetzt werde. Die Schüler gehen jedes Jahr auf Abfallsammeltour, haben eine Handy-Recyclingbox und wollen demnächst versuchen, mehrere Tage ohne Smartphone auszukommen.

 

Geisler hielt seinen Vortrag im Schulsaal vor der sechsten und siebten Klasse. Rektorin Eva Loher teilte der LZ mit, dass die Schüler bei dieser Veranstaltung als Multiplikatoren für die Kinder in den anderen Jahrgangstufen oder bei Freunden wirken werden. Sie sollen so ihre gewonnenen Eindrücke weitergeben.

Geisler ging in seinem Vortrag besonders auf das unter Jugendlichen beliebte Smartphone ein. Er verblüffte, als er ein altes Handy aus der Tasche zog, mit dem man nur telefonieren kann. Er informierte die Schüler, dass für ein Smartphone viele Rohstoffe benötigt werden. Dazu zählen Silber, Gold, Kupfer, Seltene Erden und andere. Geisler informierte, dass beim Abbau von 0,024 Gramm Gold, welches für ein einziges Handy benötigt werden, mindestens 100 Kilogramm Sondermüll entstehen. Der Referent präsentierte den Schülern anhand von schrecklichen Bildern, wie in Südamerika Gold gewonnen wird. Hierzu kommen giftige Substanzen wie Quecksilber oder Cyanid zum Einsatz. Es bleiben Giftseen übrig.

Die Schüler staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass sich solch eine Goldmine bereits rentieren würde, wenn man aus einer Tonne Gestein 1,8 Gramm Gold gewinnen könne. Man betreibt also einen enormen Aufwand. Für ein Smartphone sind auch so genannte Seltene Erden erforderlich. Der Experte ließ wissen, dass für deren Abbau in Afrika die Arbeiter einen Tagesarbeitslohn von 50 Cent erhalten würden. Man würde sie teils mit Waffengewalt zur Arbeit zwingen.

Große Umweltschäden und unmenschliche Arbeitsbedingungen seien laut dem Referenten also oft bei der Gewinnung von Rohstoffen anzutreffen. Der Referent ging am Ende seines Vortrags auch noch auf das große Problem des Plastikmülls in den Meeren ein.

Gemeinsam mit den Schülern suchte Michael Geisler Möglichkeiten, wie man den genannten massiven Umweltproblemen und Einflussfaktoren Einhalt gebieten kann. Die Bucher Schüler nahmen die Ratschläge interessiert zur Kenntnis. Sie hatten sich übrigens schon im Vorfeld intensiv mit den Themen befasst.

 

Am Nachmittag besuchte eine Gruppe von Schülern aus dem „Offenen Ganztag“ der Bucher Schule noch den Wertstoffhof und informierte sich umfassend über die Einrichtung und das Recycling.

Bei den Rohstoffwochen arbeiten die Umweltbildungs-Firma Geoscopia, der Verein Germanwatch e.V., das Institut für innovative Bildungskonzepte i!bk und die Firma Lightcycle Hand in Hand zusammen, um das Entsorgungsbewusstsein in der Bevölkerung weiter zu verbessern.

Gerade jungen Menschen soll der Einfluss ihres Konsumverhaltens auf die Erde erlebbar gemacht werden.

Die Lightcycle Rohstoff-Wochen werden vom Umweltbundesamt unterstützt.

 

Quelle: Landshuter Zeitung vom 08.07.2017; Text und Bilder Rene Spanier

 

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